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Urlaubs-Pack-Wahn...denn, man weiß ja nie

Aktualisiert: 22. Sept.

Ich nehme dieses Mal nicht so viel mit - ich bin da mal ganz entspannt. Und Du?
Packliste ganz kreativ

Eines weiß ich bestimmt: ich nehme dieses Mal nicht viel mit, denn ich bin ja im VW-Bus unterwegs. Und ein VW-Bus verleiht Flügel oder so ähnlich, Freiheit, Piece und Sommerfeeling. Bequemes Outfit ist angesagt mit leichter Tendenz zum legeren Gammel Look.


Also, mal unter uns, zugegeben und nachgedacht: im VW Bus ist ja nun nicht endlos Platz, gelinde gesagt, aber hey, was soll’s. Camping ist Camping und beim Camping, da brauchen wir doch nicht viel. Oder vielleicht doch?

Pack - Stress - Repeat ... alle Jahre wieder

Wie war das vor einem gefühlten ½ Jahr bei der letzten Urlaubsplanung Richtung Gardasee? Ich kann mich erinnern, es ging mir mal wieder meeeeega auf die Nerven, die Treppen gefühlt 50 x rauf und runterzuspurten, bis ich endlich alles beieinander hatte. Geplagt von Packstress der letzten Urlaube denke ich mir jedes Mal, "so eine Urlaubs-Pack-Liste wäre DEFINITIV echt praktisch. Gesagt, getan ... nein, Scherz, sonst würde dieser Artikel jetzt hier enden:-)


Tja, und so dachte ich mir das beim letzten Urlaub, beim vorletzten Urlaub und „guess what?“ ... ich stehe auch heute wieder vor meinen Schränken und Schubladen.

Ich. nehme. dieses. Mal. nicht. viel. mit! Punkt.

Der Gedanke ist gut, aber wahrscheinlich dient dieses Gedanken-Gut erst einmal der eigenen Beruhigung und schützt vor dem Aufkommen einer „Vor-Pack-Stress-Attacke“. Es ist doch Urlaub! Da kann ich das mit den Klamotten doch super-entspannt angehen, oder? Zur Not gibt es ja auch Waschmaschinen. Und überhaupt…

Wer hat Schuld? Die Wetter-App natürlich

Apropos und überhaupt: ich fange mal beim Wetter an, was spricht eigentlich die Wetter-App tendenziell für mein Urlaubsgebiet?


Mein Urlaubsziel befindet sich in den südlichen Gefilden, am Lago di Garda. Da gehe ich generell stressfrei und naturgemäß davon aus, dass es dort jederzeit und immer 24 Stunden lang schön ist. Kann so sein, muss aber nicht. Vergangene Urlaube haben auch mitunter das Gegenteil bewiesen, was ich aber gerne weg ignoriere.


Nachdem die eine Wetter-App nichts sonderlich Gutes verheißen lässt, checke ich aus Neugier die andere App, von der ich hoffe, dass sie mir etwas besser gesonnen ist.


Machst du das eigentlich auch? Mehrere Apps befragen?


Egal welche App, beide erzählen mir etwas von 70 % Regenwahrscheinlichkeit über mehrere Tage hinweg, gepaart mit tagsüber 23-25 Grad und abends Abkühlung auf ca. 15 Grad. Ähm… bitte was? Zwiebel-Wetter-Look? Da geht sie hin meine Theorie EINER kurzen Hose und EINEM T-Shirt für eine Woche Urlaub, übertrieben gesagt.


Aber anyway, ich begebe mich in Richtung meiner Kleiderschränke und Schubladen und fange an meine Logistik übersichtlich auf den Boden der Tatsachen zu legen.

Am Boden der Tatsachen ... ein Pack-Schlacht-Plan entsteht

Jetzt lasse ich Dich einmal eintauchen in meine Gedankenreise im Zack-Zack-Staccato-Stil. Los geht's:

 

Alsooooooo ... Ausgangsbasis: Urlaubsdauer 7 Tage


Absolutes Muss: Unterwäsche für 9 Tage... man weiß ja nie)


Easy zu stapeln und platzsparend sind T-Shirts: im Prinzip ein Mischmasch aus Kurzarmshirts und Trägershirts, mindestens 7 Stück. Ach, warte mal, vielleicht doch auch hier 2 T-Shirts mehr? Erhöhe also auf 9 Shirts. Plus einer Strickjacke. Vielleicht noch ein sommerlicher schicker Schal dazu?


Noch mal der Check auf den Wetter-Apps. Ich denke nach. Weiter geht mein Zwie-Pack-Gespräch.


Nachts ist es also etwas kühler, d.h. ich brauche eine kurze Hose tagsüber und nachts dann eher die lange Hose. Urlaub hat für mich ja etwas mit der Farbe Weiß zu tu. Kennst Du noch die Raphaelo-Werbung mit den Hauptfarben blauer Himmel, Urlaubsbräune und weisses Outfit? Tolle Vorstellung, die Laune macht. Fehlen nur noch die sonnengebräunten Beine, schießt es mir durch den Kopf, aber na ja.


Also packe ich unbedingt die weiße Shorts mit ein. Quergedanke hier: "weiße Shorts = einmal tragen = gleich schmutzig." Also müssen noch 2 andere kurze Hosen mit, die kurze Outdoor-Shorts und eine normale, am besten die Jeanshose.


Da sieht man nämlich keinen Dreck. Ich habe mal gehört, dass Jeans selbstreinigend sind, stimmt laut meiner Erfahrung :-)"


Noch einmal der Griff zum Handy...

Was sagen die Wetter-Apps nochmal?

Nachts etwas kühler d.h. abends ist lange Hose angesagt. Lange Hosen im Urlaub entsprechen so gar nicht meinen südlichen Urlaubsvorstellungen, aber offensichtlich ist ja Zwiebel-Look angesagt. Somit entscheide ich mich für 1 Jeans, aber nicht zu dick plus einer Gammelhose, schön bequem, plus der schwarzen Gymnastikhose für Yoga am Strand, wenn ich gerade am Thema Hosen bin.


Kühlere Abende bedeuten aber auch etwas Wärmers drüber und so entscheide ich mich für Sweater oder Hoodies. Ein Hoody kommt selten allein, denn was ist, wenn ich mich beim Spaghetti essen bekleckere? Also muss mindestens noch 1 Hoody rein, beide wieder in neutralen Farben … denn man weiß ja nie.


Regenwahrscheinlichkeit verkleinert das Häufchen auch nicht gerade :-)

Wenn es regnet, dann reichen auch Hoodies nicht, denn sie werden nass und feucht und mitten im Bus aufzuhängen, finde ich keinen guten Gedanken. Also, flugs die Regenjacke aus dem Keller herausgefischt und auf das Häufchen gelegt. Wind kann ich auch nicht ab, ich fahr ja in den Süden und nicht in den Norden, mit Absicht.


Der Wind-Stopper ... das halte ich mal für eine nützliche Idee. Wenn ich nämlich früh morgens mit dem Hund unterwegs bin und es bläst mich der Wind von der Seite an, dann ist meine Morgenlaune schon halb im Keller. Gepaart mit Regen noch schlechter, also muss der Regenschirm noch mit. Witzelnde Rebellion macht sich breit: „Fahr ich jetzt eigentlich in den Süden, oder was?“ Regenschirm mit einpacken. No go.


Geistiger Sunshine-Reggae vorab, denn...

zu meiner Urlaubs-Vorfreude sind auch Tage vorhergesagt, die tagsüber glatt 25° überschreiten. Wow. Das schreit nach Baden im Lago. Wo sind denn nur die Bikinis verblieben? Die habe ich schon ein halbes Jahr nicht mehr gesehen. Ach, in der untersten Schublade, was für ein Glück, ich habe sogar zwei Bikinis. Prima, beide eingepackt … denn man weiß ja nie.


Und wenn ich schon an den Strand gehe, dann muss unbedingt die coole Strandtasche mit. Schließlich will ich nicht alles in der Hand tragen oder in einer uncoolen Ersatz-Trage-Tasche, da brauche ich schon eine große Badetasche und am besten gleich 2 davon, dann können nämlich die Jungs auch etwas tragen und ich mutiere nicht, wie so oft, zum Lastenesel der Familie. Zumindest einmal weniger :-) Schließlich habe ich den Hund auch noch an der Leine. Und außerdem möchte ich mein Malzeug nebst Pinsel & Co.mit an den Strand mitnehmen.

Es geht schon noch weiter :-)

Strand … noch mal kurz überlegen. Was brauche ich denn eigentlich für den Strand?


Natürlich die Picknickdecke, die die Nässe von unten abhält und oben flauschig ist. Das gefällt dann auch dem Hund. Der nimmt nämlich immer 80 % der Decke ein und die letzten 20 % habe ich dann doch noch für mich. Da sitze ich dann immer am Rande, am Rande der Gesellschaft. Prima :-) Wortspiel.


Und wenn ich ins Wasser gehe, dann brauche ich auch noch mindestens 1 Badetuch. Da wir aber mehrere Personen sind, nehme ich gleich 3 oder 4 große Badetücher mit. Mein Häufchen wird immer größer. Von wegen, ich nehme nichts mit. Langsam beginne ich zu schwitzen…aber man weiß halt einfach nie.


Apropos Tücher ... Handtücher für die tägliche Dusche und Geschirrhandtücher plus Schwamm und Bürste für das Geschirr. Aber das beim nächsten Gang nach unten in die Küche - zum nächsten Häufchen: Küchenutensilien.


Wo war denn eigentlich die Sonnencreme vom letzten Jahr? Irgendwie habe ich gelesen, man sollte alte Sonnencremes gar nicht mehr benutzen. Aber die Flasche ist ja noch halb voll. Egal, sie geht einfach mit in die Tasche. Ich kann ja vor Ort noch eine neue kaufen, und außerdem ist es immer besser man hat eine als Ersatz parat. Denn? Man weiß ja schließlich nie.


Jetzt brauche ich noch eine Kopfbedeckung, weil es für mich nichts Schlimmeres gibt, als wenn mir die tägliche Sonne gepaart mit Wind unerbittlich auf dem Kopf scheint. Das erzeugt Kopfschmerzen – hm, da rauscht mir auch schon die Medikamenten-Liste durch den Kopf.


Aber erst einmal zurück zur Kopfbedeckung: wo ist eigentlich mein Sonnenhut aus Spanien, vom letzten Mädels Urlaub? Ich wühle in den Schubladen, ich komme am Schuhschrank vorbei in der Garderobe, da ist mein Sonnenhut… im Schuhschrank? Bester Platz finde ich, ich hätte ihn nicht besser verstecken können. Aber ich habe ihn ja gefunden und rauf geht er auf meinen Häufchen im Schlafzimmer.

Aus meinem Häufchen wird ein stattlicher Haufen!

Also wenn ich mir mein „Häufchen“ jetzt so ansehe, dann entwickelt es sich gerade zum „Haufen“ und ich sehe mich mindestens 3 - 4 Mal zum Bus laufen mit dem Versuch, das alles in irgendwelchen nicht vorhandenen Ecken und Nischen unterzubringen. Leichte Schwitzattacke: das ist nur MEIN Haufen. OOPS !! Finde den Fehler:-)


Ich muss unbedingt abspecken


Ich muss wirklich abspecken. Also, bei abspecken meine ich nicht an meinem persönlichen Gewicht, sondern an der Fülle meines Urlaubs-Haufens. So wird das nix, ich habe noch nicht mal in die Schuhe gedacht, wie Flip-Flops, Sandalen, Wanderschuhe, Ballerinas, Wasserschuhe... geht’s noch? Ich habe doch keinen Anhänger? Sollte ich mir vielleicht überlegen, angesichts des Haufens, der nur allein für mich bestimmt ist.


Noch mal im Geiste aufzählen, dies...das... jenes.. der Hund.


Der Hund ! Unser Hund ist ein Allergikerhund und sein Futter muss ich immer mitnehmen. Er ist ein großer Junge und frisst ca. zweieinhalb Dosen am Tag, jetzt rechne mal bitte hoch auf 7 Tage = 17,5 Dosen, großzügig aufgerundet 25 Dosen ... denn man weiß ja nie :-)


Aha. Das Zeugs von meinen Jungs fehlt alles noch, vor allem deren Sportzeug, die Surfbretter plus Equipment, die Fahrräder auf dem Heckträger plus Pumpe und Flickzeug, die Medikamente, nicht nur für uns, auch für den Hund und, die Küchenutensilien.


Aber das wird ein anderes Thema, ich sehe schon, das ist ausbaufähig. Ich habe JETZT erst einmal genug mit MEINEN Klamotten zu tun.

Check-Check-Double-Check

Denkst Du, ich wäre jetzt fertig? Nein, nicht ganz, denn es fehlt noch der Check-Check-Double Check, der letzte Check im Auto. ER ist noch der beste Check, denn er beschäftigt mich mit Sicherheit noch mindestens 50 km, bis ich endlich geistig meinen Alltag abhaken kann:


Tier dabei?

Leine dabei?

Hundetüten?

Geld? Pässe? Ladegeräte pipapo?

Bügeleisen aus? Alles abgesperrt?


Und und und… mein ganz normaler Pack-Wahn. Geht’s Dir eigentlich genauso? Dann bitte lass es mich wissen, dann fühle ich mich nicht allein urlaubs-pack-gestresst …:-)

Mein persönliches Bulli-Proof?


Jetzt muss ich Farbe bekennen. Ich wünschte, ich wäre so konsequent, um mir meine Urlaubs-Anti-Pack-Wahn-Liste zu gestalten. Vielleicht geschehen ja noch Zeichen und Wunder, und mein eigener Blogbeitrag motiviert mich zur Vorsorge:-)


Aber weisst Du was? Zur Urlaubs-Vorfreude gehört auch geschäftiges Treiben rund um das Packen vom Campingbus und da gehören die Klamotten-Stapel plus alles weitere einfach dazu. In diesem Sinne… Happy Packing… und schreibe Dir vielleicht doch eine Liste…denn Du weißt ja nie.


Packende Grüße sendet Dir Trixi… von Bulli-Proof








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