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"Vision possible" im Hause HYMER

Aktualisiert: 6. Sept.

Vom VisionVenture zum Venture S - Visionen werden wahr

Ich durfte ihn besichtigen - da war er noch eine Vision und

stand im Hymer Museum Bad Waldsee.


Ich war total geflasht und so kam auch mein Bericht zustande, als der Concept Car noch "im Museum" schlief. Seine Name seinerzeit war:

VisionVenture.


Hinter den Kulissen gab es für den Fortschritt kein Halten mehr - sein Name heute?

Venture S


Auf der Düsseldorfer Caravan-Salon 2022

wurde dieses tolle Fahrzeug

dieser Tage offiziell dem Publikum vorgestellt !!


!!! Gratulation an die Firma HYMER

und viel Erfolg

für den neuen

HYMER Venture S !!!

(ganz persönlich? I have a dream :-)

Am Anfang steht immer eine Vision

Visionen zu Leben verhelfen - das ist die mobile Zukunft. Bis Ende 2021 stand der Concept Car Vision Venture im Museum Bad Waldsee. Er war ein gemeinsam mit BASF und HYMER entwickeltes Konzeptfahrzeug auf MB-Chassis und erhielt im Jahre 2020 verschiedene hochrangige Awards.


Heute ist das Fahrzeug Realität und wurde auf der Messe in Düsseldorf vorgestellt!

ich war gleich geflasht:

vom Fahrzeug,

von der Idee,

von der Innovation.


Der Concept Car VisionVenture - von der Vision zum Konzept


Die Zukunft des Campings beginnt immer ab der Gegenwart. Ab dem Moment, in dem engagierte, innovative Köpfe über die Zukunft des mobilen Reisens brainstormen und an neuen Konzepten arbeiten.


Das war im Caravaning-Bereich:

Arist Dethleffs mit dem ersten Wohnwagen,


das war Franz Knöbel mit der Erfindung der Anhängerkupplung,

kurz AHK (inspiriert durch den Gelenkknochen eines Hähnchenknochens


oder ein tolles Gadget, der Mover,

der das Rangieren eines Fahrzeuges per App wie ein ferngelenktes Spielzeug erscheinen lässt.

Was ist denn ein Konzeptfahrzeug?

„Dieser Begriff bezeichnet eine automobile Designstudie und Konzeptfahrzeuge dienen oft als Projekte und Versuchsobjekte, um das Fahrzeug auf Publikumstauglichkeit zu prüfen und zu testen“ – so erklärt das Wikipedia.

Der VisionVenture war also eine Kooperation zwischen den Firmen HYMER und BASF und geht der Frage nach: wie sieht modernes Wohnen aus, welche Materialien werden in Zukunft verbaut?


Mit dem Projekt des Konzeptfahrzeugs vereinigen sich Pioniergeist und Einfallsreichtum mit mehr als 20 modern-innovativen Materialien von BASF.

Energie pur – alle klugen Köpfe an den Tisch, bitte

Ich könnte mir die Zusammenkünfte der Teams folgendermaßen vorstellen:

man kennt sich untereinander, arbeitet, wie hier bei HYMER und BASF, seit vielen Jahren schon zusammen, der eine kommt auf den anderen zu, man gründet innovative Teams und letztendlich setzen sich alle zusammen an einem Tisch.


Ideen zu Materialien und Design sprudeln und werden in Meetings, Workshops, Brainstormings umgesetzt - auf geht’s zum Konzeptdesign eines Studienfahrzeuges, unter Einbau innovativer Materialien in Richtung modernes Reisen.

Da wäre ich doch gerne Mäuschen gewesen

Die Firma HYMER hat natürlich immer viele Ideen und das Unternehmen weiß, was der Markt braucht.


HYMER kennt die Kundschaft, ist auf Messen unterwegs und bekommt Rückmeldungen von Campern, Herstellern, Bloggern, sprich Menschen, die ganz nah am Produkt sind.


Sie alle tragen zur Produktverbesserung bei, indem sie aus der praktischen Anwendung heraus testen und ihre konstruktiven Meinungen und praktikablen Verbesserungsvorschläge weitergeben.

„Eine wichtige Inspirationsquelle war die Camper Community, die uns mit ihren kreativen Ideen und Selbstausbauten neue Denkanstöße geliefert hat.“ Zitat von Christian Bauer Vorsitzender der Geschäftsführung der HYMER GmbH & Co. KG, Bad Waldsee

Welche Materialien wurden denn beim VisionVenture verarbeitet?

Der VisionVenture – ein zukunftsweisendes Modell auf Mercedes-Benz-Chassis in puncto Autarkie, Leichtbau und Design.

BASF setzte unter anderem auf hanffaser-verstärkten Kunststoff, wie er zum Beispiel im Mobiliar des VisionVenture eingesetzt wurde. Auch im BMW I3 wurde er verbaut.


Vor Jahren noch wurde dieser Kunststoff eher verborgen gehalten, heutzutage ist sein Einsatz en vogue und BASF arbeitet beständig weiter an der Widerstandsfähigkeit des Kunststoffs und dessen Einsatz im Reisemobilsektor.


Die Hauptanforderung bei HYMER an einem Produkt sind u. a. Leichtbauweise und Nachhaltigkeit.

Und so wurden im Innenraum Hanf, Filz, Bambus und Leder verarbeitet, bei den Verschalungen in der Karosserie und bei der Radlaufverkleidung kam die 3-D Herstellung zum Einsatz, der Innenboden besteht aus einer 1mm dünnen Schicht Beton. Darunter wurde wieder Kunststoff eingelegt und beides zusammen sorgt für einen besseren Isolationswert.

Die Brücke zwischen Theorie und Praxis

Bei einem Konzeptfahrzeug geht es in erster Linie um Design, Wohnlichkeit, Material, Innovation. Würde man sich gleich mit der Praxis, der Straßenfähigkeit oder der Alltagstauglichkeit beschäftigen, würde das ja verständlicherweise den innovativen Fluss beeinträchtigen.

Geht das Projekt dann in die Umsetzung, beschäftigt man sich nachfolgend mit den anwendungsfreundlichen und praktischen Fragen.

Das habe ich dann auch gelernt

als ich vor Ort am Fahrzeug unter anderem die Frage an Frau Heinzelmann stellte, wo sich denn Wasser- bzw. Abwassertanks befänden? Man möge mir das verzeihen.

Meine AHA-Highlights und da gab es viele :-)


das pneumatische Schlafdach, bestehend aus einer Stoffbahn und einer ca. 7 cm dicken Wabenstruktur. Diese Waben werden mit gekühlter oder auch beheizter Luft gefüllt und so stellt sich dann das Dach auf und die eingefüllte Luftschicht sorgt abschließend für eine gute Isolierung.

Das große Bad mit Vergrößerung dank Auszug

Schubladen, ausgelegt mit Schaumstoff, um das notorische und nervige „Klappern“ unterwegs zu vermeiden.

Schübe in der Küche, ein von oben bedienbarer Kühlschrank und Froster, integrierte Schneidebretter, Gewürzstauraum, ein verankerter Tisch zum Herausziehen, Rattanschübe unter der Sitzbank, und nicht zu vergessen: das obligatorische Männerspielzeug, eine eingebaute BBQ-Station im Heck des Fahrzeugs.

Mobile Office – ein kleiner funktioneller Office-Bereich mit Schreibtisch im vorderen Teil des Fahrzeugs. Dies ist in Zeiten von Home-Office oder Corona ein ganz nettes Attribut. Von unterwegs aus zu arbeiten ist in manchen Berufszweigen sehr einfach.

Die Treppe nach oben: Ein Hingucker, nicht nur durch die LED-Beleuchtung beim Betreten der Treppe, sondern auch die Nutzung als Stauraum mit vielen Fächern.

Da sah ich mich: die große Sitzgruppe im Heck des Fahrzeuges, mit großem Panorama- Fenster und dazu noch die ausklappbare Heck-Terrasse:-)


Die auffallende Außenlackierung: Grüner Lack, energieeffizient und temperaturregelnd durch Chromacool-Technologie sorgt für Verringerung der Innentemperatur um 4 Grad, bei der Fahrzeugoberfläche sprechen wir von 20 Grad. Bei der Verarbeitung im Innenbereich wurde mit Naturmaterialien gearbeitet, wie unter anderem Hanf oder Bambus.

Teile der Karosserie entstanden im 3D-Druckverfahren ebenso wie die Radlaufverkleidung. Dies sorgt für bessere und gummiartige Robustheit. Für die Stromversorgung unterstützen Solarzellen auf dem Dach. Modernes „Vanlife“ in der Zukunft, mal sehen, wo die Reise hingeht.

Allradbetrieb, wer gerne einmal im „Abseits“ stehen möchte.


Übrigens, die Umsetzung von der Idee bis zum Concept Car belief sich auf ca. 1. Jahr, also vom Beginn der Workshops bis zum Zeitpunkt, an dem das Fahrzeug stand.

„And the winner is “- Preise über Preise "Best of Best" 2020 für den Hymer Vision Venture im Automotive Brand Contest, dem German Innovation Award 2020 sowie dem European Innovation Award 2020 in 3 Kategorien.

Let the future begin.

Das war also mein Ausflug in die mobile Zukunft und ich möchte mich an dieser Stelle recht herzlich bei Frau Isabell Heinzelmann, Projektleitung für Ausstellungsprogramme, aus dem Erwin Hymer Museum bedanken, für Ihre Zeit und die Beantwortung all meiner Fragen während meines Besuchs im Jahr 2021.



Wir schreiben nun September 2022

und das Concept Fahrzeug wurde zwischenzeitlich Realität. In Kürze werde ich mir mein Lieblings-Fahrzeug live auf der Herbstmesse bei Hymer in Bad Waldsee ansehen und darüber schreiben, wie die Umsetzung erfolgte. Ich freue mich sehr darauf.

Mein Bulli-Proof hierzu:

Sehr zu empfehlen ist die Dauerausstellung mit vielen sehenswerten Exponaten aus der Geschichte des Caravanings.

Aktuelle Ausstellungsfahrzeuge bitte der Website von Erwin-Hymer-Museum entnehmen.


Weitere Blogartikel.

Erwin Hymer Museum - Pionierarbeit aus Bad Waldsee

Erwin Hymer Museum - Exponate und die Dauerausstellung Last not least ... wenn mich tatsächlich jemand fragen sollte:

„Trixi, möchtest Du gerne unser Fahrzeug

auf einer Testfahrt ausprobieren?“

Ich wäre sowas von dabei:-)

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