Bulli-proof

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Das wollte ich genauer wissen...

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Ein Wohlfühl-bad im Wald

 Im Wald baden? Wie jetzt...?

Was ist das eigentlich: "Waldbaden?"

Das sind ganz generell schöne Stunden mit wissenswertem Hintergrund-Infos über den Wald. 

Und im Detail ist es eine Therapie für Körper und Geist, um bewusst "runterzufahren"

und die Ruhe und Stille der Natur zu genießen.

Dadurch finden wir den Fokus und unser Zentrum, werden wieder geerdet.

Geführte Touren

In einer geführten Tour bringt Dir der Workshopleiter

den Wald mit Fakten und Wissenswertem näher und

schult gleichzeitig Dein achtsames Auge und all Deine anderen Sinne mit

kleinen Übungen und To Do's.

Wenn Du mit der Thematik Achtsamkeit  bereits vertraut bist,

kannst Du das natürlich auch alleine erleben und ganz intuitiv. 

Warum heißt das eigentlich Waldbaden?

Vielleicht, weil man mit allen Sinnen eintaucht, wie in einer Badewanne?

Und umhüllt wird mit Blättern, Zapfen, Düften? 

Nenne es Waldbaden, Wald-Achtsamkeit oder wie ich: Wald-Erleben. Denn darum geht es:

Er-lebe die Zeit im Wald und Du bekommst einen "Draht" zu der Umgebung,

verbindest Dich mit ihr und nimmst den Wald ganz intensiv wahr.

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Wie - was - wo ?

Wie kam es zu dieser Idee?

Vielleicht gehst Du ja auch gerne im Wald spazieren? Oder hast eine bestimmte Beziehung zum Wald?

Genau so ist es bei mir: der Wald war schon immer meines und  seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema "Achtsamkeit" und "Umsetzung im Alltag" - von daher spielten die Algorithmen im Leben sowie in den Sozialen Medien zusammen und offerierten mir eine Idee, der eine spontane Buchung folgte.

Ich meldete mich zu einem Achtsamkeits-Tag in Lenggries an, im Oktober 2020.

Wir waren eine kleine Gruppe an Gleichgesinnten, die sich an einem kalten aber sonnigen Tag in Oberbayern zusammenfand, um

für ein paar Stunden der Achtsamkeit im Wald zu frönen:-)

Nach einer Vorstellungsrunde, wer welchen Bezug zum Wald hat, wanderten wir am Bach entlang durch den Wald, machten unsere achtsamen Übungen im Terrain, lernten uns  und unsere Beweggründe für Waldbesuche kennen, und hörten während unserer Stopps von Caro, unserer Trainerin, viel Wissenswertes rund um das Thema "Wald".

...  und davon möchte ich Dir gerne etwas erzählen...

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Welche Menschen gehen denn Waldbaden?

In erster Linie: Naturliebhaber

Tatsächlich, so hörte ich das von unserer Achtsamkeits-Trainerin, sind es vorrangig Menschen, die schon seit jeher einen Bezug zum Wald hatten, die gerne in den Wald gehen aber offen für Neues sind und den Wald gerne anders wahrnehmen wollen. Schon seit einigen Jahren erfreut sich das Thema Waldbad steigender Beliebtheit und in Zeiten von Corona, in denen wir sprichwörtlich ausgebremst werden, findet so mancheiner seinen Weg zurück zur Basis und rein in die Natur.

In Japan ist das Waldbaden medizinisch anerkannt und findet seine Berücksichtigung in diversen Therapieformen wie der Prävention in Richtung psychischer Erkrankungen.

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Schneller - höher - weiter!!!

Hast du auch den Eindruck, dass sich unsere Welt immer schneller und schneller dreht? Zumindest vor Corona?

Wir immer höher, weiter und noch weiter müssen oder mußten? Wie lange geht so etwas gut? 

Die Corona Lockdowns brechen den Bann und viele von uns haben erkannt, welche Geschwindigkeit unser Leben v. C. hatte.

Denn genau diese Geschwindigkeit im Leben kann uns irgendwann schaden und deswegen sollten wir früh genug an uns und unsere Gesundheit denken.

Einfach mal durchatmen ... entschleunigen,

denn weniger ist manchmal mehr.

wie wirkt der Wald auf uns?

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 Gefühle

Wälder wirken unterschiedlich ...

und lösen individuelle Gefühle in uns aus und sie machen etwas mit uns und in uns. Es ist das Licht, die friedliche Umgebung, die frische Luft, der typische erdige, grüne Waldduft, gestapeltes Holz, Moose, Farne und mehr.

Stelle Dir bitte den Laubwald vor und seine Atmosphäre...

er ist meist lichtdurchflutet, wirkt dadurch freundlich und fröhlich und im Herbst bezaubert er durch seine bunten Farben. Balsam für Auge und Seele.

Und jetzt denke an den Nadelwald...

er kann düster, mystisch wirken und gleicht öfter auch einem Märchen- oder Zauberwald, besonders reizvoll im Winter, wenn die Bäume dick mit Schnee eingehüllt sind oder

 im  noch jungen Morgen die Sonnenstrahlen durch die Äste scheinen. Da ist es mucks-mäuschen-still, man hört fast nichts.

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Es liegt was in der Luft...

Der Wald filtert Staubpartikel und die Luft ist besonders rein, sauber und frisch. Und was ist jetzt so besonderes an der Waldluft?

Die TERPENE

Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, deren Wirkung befreiend und aktivierend ist. Wir kennen diese Duftstoffe von Erkältungsbädern,  Eukalyptus oder Ölen wie Lavendel.

Terpene sind ätherische Öle aus der Natur  und  wenn Du die Tannennadeln zwischen Deinen Fingern verreibst, dann bemerkst Du den Duft sowie den öligen oder harzigen Film an den Fingern. 

Wusstest Du, dass diese Öle der Frostschutz der Bäume sind?

Gelernt haben wir von unserer Trainerin, dass unser Körper diese Duftstoffe entschlüsseln kann und diese Stoffe nachweislich einen positiven Effekt auf den Körper haben - und zwar schon ab 90 Min. Waldaufenthalt. Interessant, oder?

über den "Stressmaker" sympaticus...

So ein sympathischer Name, aber...

er hat's ganz schön in sich.

Fangen wir mal beim vegetativen Nervensystem an, denn das besteht aus 

Sympathikus und Parasympaticus.

Das sind 2 Nervensysteme, die im Umgang mit Stress eine große Rolle spielen!

Schon mal gehört... die Geschichte vom "Säbelzahntiger" und was war damals für den Menschen überlebenswichtig?

Hier geht's um Kampf oder Flucht, auf Englisch "Fight or Flight", tief eingebaut in unseren Genen.

Unsere Trainerin erzählte, dass der Säbelzahntiger von damals unsere Stressbewältigung von heute ist. Wie hängt das zusammen?

Schnell dies, schnell das, und das andere noch schnell dazwischen...

so läuft unser durchgetaktetes Leben oft ab, der Spagat zwischen Beruf und Privat und der Zeit dazwischen.

Ganz "spannend" für Multi-Tasker, die ihre Zeit auch noch selbst optimieren durch mehrere gleichzeitige Aktivitäten. Ich kenne das :-)

Klassisches Beispiel und aus dem Leben gegriffen...

Ihr müsst morgens eilig aus dem Haus,

 noch schnell die Kinder fertig machen für Kindergarten oder Schule,

der Hund muss noch schnell raus, wo sind die Schuhe, wo die Mützen? 

Wer hat den Autoschlüssel gesehen

und ach ja, die Einkaufstüten müssen auch noch mit

und wenn ich schon dabei bin,

packe ich die Hosen für die Reinigung gleich mit ein.

Sportzeugs dabei? Pausenbrote eingepackt? Habt Ihr die Getränkeflaschen?

Puh ... endlich draußen. Mist ... was vergessen.

Zurück ins Haus. Die Zeit wird knapp und schon haben wir eine vermeintliche "Schlafmütze" vor uns im Auto,

der ja anscheinend noch nicht wach ist und die Ampel mal wieder rot wird,

wenn wir kommen, unser "verschlafener" Vordermann aber noch bei orange durchrutscht.

Grrr..... kann ja wohl nicht sein??!!!

So oder so ähnlich könnte es sich abspielen. Bekannt?

Wir sind auf Volldampf und gestresst - was jetzt? Kampf oder Flucht? Was passiert jetzt im Körper?

Er stößt Adrenalin aus, der Sympaticus ist am Werk.

Wir atmen flacher, der Puls wird schneller und 

die Blutgefässe verengen sich, damit das Blut schneller zirkulieren kann,

alles, was gerade nicht benötigt wird, wird eingestellt, wie die Verdauung

da der Körper ja anscheinend mit etwa "Überlebenswichtigem" 

zu tun hat - seinem persönlichen "Überlebenskampf".

Für kurze Zeit ist das kein Problem.

Wenn der Stress vorbei ist, können wir wieder  anschließend wieder durchatmen und wir beruhigen uns langsam,

der Parasympaticus fährt die Systeme wieder hoch.

Das Ergebnis: Ruhigere Atmung und ausgeglichener Puls. 

Ein langfristiger gestresster Zustand ist nicht gut für unseren Körper, weil der Sympathikus dauerhaft aktiviert ist.

Das kann uns im Endeffekt krank machen und sich in Verdauungs- oder Hautproblemen äußern, Migräneattacken, Schulterschmerzen, Verspannungen, Burn-out etc.

Wenn Du merkst, daß mal wieder alles drunter und drüber geht... dann halte inne und aaaaaatme tiiiiiiiiief durch!!!

Funktioniert auch prima an der genannten roten Ampel :-)

Atmung 1 - 2 - 3

Atme 3 mal ruhig ein,

zähle dabei bis 5

halte den Atem an und zähle dabei bis 6 oder 7

atme langsam aus und zähle dabei bis 8 oder 9.

die Kommunikation der bäume

oberirdisch 

Bäume sondern Duftstoffe ab, wenn sie angegriffen werden, was z.B. eine Einladung für den Borkenkäfer darstellt.

"Der Baum ist anfällig? Dann nichts wie hin", denkt er sich.

Bäume können sich jedoch direkt schützen, indem sie Gerbstoffe in die Blätter pumpen und diese dann bitter werden. Das findet der Käfer dann wieder nicht so lecker und sucht sich einen anderen Baum.  Wir haben im Workshop gelernt, dass Bäume bei Befall Hormone an die anderen Bäume der Umgebung aussenden und ihnen so mitteilen, dass Gefahr droht und so können sich die Umgebungsbäume gegen den etwaigen Angriff bereit machen, indem sie vorab Bitterstoffe in das Blattwerk pumpen.

Spannend fand ich die Geschichte der Giraffen in Afrika, die einfach GEGEN DEN WIND fressen, weil die Umgebungs- Bäume die Botenstoffe, die MIT dem Wind kommen, nicht empfangen können. Ganz schön schlau, diese Giraffen ;-)  

unterirdisch

Über das Wurzelwerk und dem Geflecht der Pilze werden unterirdisch Nährstoffe an den Nachbarbaum transportiert, wenn er beschädigt ist. Gutes Beispiel, ein abgesägter Baum, der im Prinzip  ja keine Fotosynthese mehr machen kann und aus dessen Stumpf trotzdem neue Triebe wachsen können. Dies passiert eben durch das Senden der Nährstoffe über das Wurzelsystem. 

mit dem spiegel unter der Nase

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Wenn uns einer gesehen hätte :-)

Man kann den Wald ja in vielen Facetten sehen und auf unterschiedlichste Weise betrachten. 

Eine coole Übung war "nimm einen Spiegel, halte ihn direkt unter die Nase und betrachte die Wipfel der Bäume".

Natürlich im Gehen, das heißt, wenn Du läufst, dann schaust Du NUR in den Spiegel, die Welt ist dann 

upside-down zu sehen und es fühlt sich echt spannend an, gibt Dir das Gefühl von 3D und macht bisschen schwindlig. Wir hatten definitiv unseren Spaß :-) und gleichzeitig waren wir fokussiert auf das Spiegelbild und den Eindruck, den die verkehrte Welt so hinterließ - natürlich immer schon ein bisschen mit einem Seitenblick nach unten, auf den Weg.

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Es war ein Tag der Besinnung und des Achtsam-Seins,

einfach auch mal "sich einlassen" auf eine gewisse Thematik,

gekoppelt mit vielen interessanten Infos unter der Leitung einer sehr sympathischen Trainerin.

Wir hatten Spaß im Wald, umarmten gag-halber auch mal einen dicken Baum,

(schließlich sagt man das den Waldbadern doch nach, daß sie Bäume umarmen :-) kleiner Spaß am Rande)

lernten um die Wichtigkeit der Balance im Körper und wie man sich speziell in schwierigen Zeiten durch kleine Auszeiten

und Besinnung immer wieder erden kann, um neue Kraft und Energie zu tanken - aus einem selbst heraus.

Gerne wieder. Danke an Caro von www.carolinefilger.de

"Schee war's"

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Baum-Kuscheln  :-)

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Fazit und mein persönliches Bulli-proof

"Wenn es im Mischwald hellgrün leuchtet..."

dann ist es  Frühling, die Vögel zwitschern und der Wald, die Natur, erwacht in frischem Grün

"Wenn Du die Kühle des Waldes genießt..."

dann ist es die Hochphase des Sommers, die Temperaturen im Wald sind angenehm

und filtern die Hitze des heißen Sommertages

"Wenn es raschelt unter Deinen Füßen..."

dann sind es die Blätter und Früchte des Waldes, die im Herbst bunt-leuchtend zu Boden fallen

"Wenn es ganz ruhig ist und alles mucks-mäuschen-still ist.."

dann bedeckt der Winter mit den ersten Flocken die Laub- und Nadelbäume, den Waldboden.

 

 

 

 

 

 

Und? Warst du in Gedanken dabei? Konntest Du mit mir gehen?

 

Dann warst Du jetzt bereits achtsam,

ganz im Wald, ganz in der Vorstellung.

Und genau darum geht es auch beim Waldbaden.

Du nimmst die Umgebung einfach wahr, mit allen Sinnen, 

Hören - Sehen - Riechen - Fühlen - Schmecken (eventuell)

Ein intensives Erlebnis - auch für diejenigen geeignet, die regelmäßig im Wald spazieren gehen.

Nachklang...

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